Allgemeine Informationen

Die Fassade gehört zum Haus wie die Butter zum Brot. Das Wort leitet sich vom lateinischen "facies" ab und meint soviel wie Gesicht oder Aussehen. Im Bauwesen ist eine Fassade die Außenhülle eines Gebäudes. Der Begriff taucht auch in der Architektur auf und hat dort vor allen Dingen ästhetische Bedeutung. Im Mittelalter gab es häufig eine Hauptansichtsseite, die der Straße, einem Platz oder allgemein dem öffentlichen Leben zugewandt war. Diese Fassadenseite wurde dann besonders schön und intensiv bearbeitet, während die anderen drei Seiten des Gebäudes weniger Beachtung fanden.

Fassaden können aus ganz unterschiedlichen Baustoffen bestehen. Neben den klassischen Stein- oder Betonwänden gibt es auch Fassaden aus Marmor, Glas oder Holz. Die modernste Fassadenform ist vermutlich eine Außenwand aus Leuchtdioden. Der im Jahr 2005 eröffnete UNIQA Tower in Wien weist eine 7.000 Quadratmeter große Medienfassade auf, die sowohl für Kunstprojekte als auch für Werbebotschaften genutzt werden kann. Mehrere Elemente können Teil einer Fassade sein. Fenster gehören ebenso dazu wie Säulen, Balken oder Stuckvorsprünge.

Die Hauptaufgabe einer Fassade besteht darin, ein gleichbleibendes Klima in den Innenräumen eines Gebäudes zu gewährleisten. Dementsprechend gut muss die Dämmung der Außenwand sein. Denn sowohl kalte als auch warme Temperaturen sollen die Innenräume nicht großartig beeinflussen. Als Dämmstoffe kommen zum Beispiel Glaswolle oder Steinwolle zum Einsatz. Darüber hinaus muss eine Fassade auch vor Lärm schützen, der beispielsweise auf einer viel befahrenen Straße oder auf belebten Plätzen entsteht. Auch Lichtdurchlässigkeit ist ein wichtiges Thema beim Fassadenbau, denn die Zimmer sollen ja ausreichend hell sein. Deshalb muss der richtige Einsatz von Fenstern vernünftig geplant werden.

Da auch Häuser mit der Zeit alt werden, ist die Fassadensanierung ein wesentliches Element im Bereich Bauerhaltung. Verschiedene Sanierungsmethoden helfen, der Außenhülle eines Gebäudes wieder neuen Glanz zu verleihen. Grundsätzlich ist es empfehlenswert, für alle Ausbesserungen an der Fassade versierte Unternehmen anzufragen, denn auch die vermeintlich "kleinen Aufgaben", wie zum Beispiel der Austausch von Fenstern, bergen gewisse Risiken. Die durch Fahrlässigkeit oder mangelnde Kompetenz entstandenen Schäden mindern den Kaufpreis einer Immobilie und kosten den Eigentümer letztendlich mehr als die Beauftragung professioneller Fachfirmen.

Neben dem Fensteraustausch gehören auch Mauerwerksreparaturen, die Anbringung zusätzlicher Dämmstoffe, eine Neuverputzung und frische Farbanstriche zum Bereich Fassadensanierung. Die Kosten für anfallende Sanierungsarbeiten können unterschiedlich hoch ausfallen. Lassen Sie sich immer einen Kostenvoranschlag geben und vergleichen Sie die Angebote verschiedener Fachfirmen. Diese kommen übrigens erstmal zu Ihnen, um sich die Fassade anzusehen. Nur unseriöse Anbieter unterbreiten ein Angebot, ohne vorher die Gegebenheiten an Ort und Stelle zu begutachten. Bedenken Sie, dass die unterschiedlichen Preise auch durch den Einsatz verschiedener Baustoffe und Materialien zustande kommen. Mitunter kann es notwendig sein, ein Gerüst aufzubauen. Berechnet wird in der Regel pro Quadratmeter zu bearbeitender Fassade.

Ganz so teuer wie die Sanierungsmaßnahmen des Frankfurter Römers dürften Ihre Fassadenarbeiten aber ganz sicher nicht werden, denn für knapp 600.000 Euro wurden die Außenwände des Frankfurter Wahrzeichens 2004 erneuert. Der wertvolle Naturstein wurde behutsam überarbeitet, entstandene Schäden und Risse beseitigt. Auch die neugotischen Kaiserfiguren, Wappenschilder und sonstigen Bauverzierungen wurden aufwändig restauriert. Immerhin ist die letzte Fassadensanierung des Frankfurter Römers schon einige Jahrzehnte her. Heute erstrahlt das berühmte Bauwerk der hessischen Metropole wieder in neuem Glanz und ist für Jung und Alt immer eine Reise wert.


(c) by Päffgen GmbH bzw. deren Autoren 2010, www.fassadensanierung.de

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