Fördermittel für Fassaden
In einigen deutschen Städten können Fördermittel für eine Fassadensanierung bei der Gemeinde beantragt werden. Ein Vorreiter bei der Bezuschussung ist der Stadtteil Neviges in Velbert. Neviges liegt mit knapp 20.000 Einwohnern im Bergischen Land zwischen Wuppertal und Mettmann. Die berühmtesten Sehenswürdigkeiten sind das historische Stadtzentrum sowie das barocke Schloss Hardenberg. Der Stadtkern rund um die alte evangelische Kirche besteht größtenteils aus bergischen Fachwerkhäusern. Der Ortsname kommt von "Navigisa" und bedeutet Fluss oder Gewässer. Heute ist damit der Hardenberger Bach gemeint. Die kleine Teilgemeinde von Velbert taucht das erste Mal im 13. Jahrhundert in den Geschichtsbüchern auf.
Um die ästhetische Erscheinung der gemütlichen Ortschaft zu bewahren, hat sich die Stadt Velbert ein Programm überlegt, um Eigentümern in Neviges finanziell unter die Arme zu greifen, wenn es um die Sanierung von Hausfassaden geht. Das ab 2011 anlaufende Paket heißt:
"Richtlinien der Stadt Velbert über die Gewährung von Zuwendungen zur Neugestaltung von Außenanlagen und Fassaden in Stadtumbau- und Stadterneuerungsgebieten"
Die Richtlinien sehen eine Bezuschussung der Fassadensanierung im Gebiet des historischen Stadtkerns und rund um das Schloss Hardenberg vor. Die Berechnung erfolgt pro Quadratmeter überarbeiteter Fassade. Die Förderprogramme von Kommunen unterliegen aber immer bestimmten Auflagen. So können Immobilienbesitzer nicht alle Arbeiten als Fassadensanierung geltend machen. In Gladbeck zählen zum Beispiel der Austausch von Fenstern und Türen sowie die Anbringung einer Wärmedämmung nicht zur Fördermaßnahme. Ein Fassadenanstrich, die Reinigung oder die Nebenkosten für eine erforderliche fachliche Betreuung kann hingegen schon geltend gemacht werden. Der Zuschuss kann übrigens bis zu 50 Prozent betragen und stellt damit einen enormen Anreiz für den Eigentümer dar. Teilweise können auch die Mieter selbst eine Förderung beantragen. Dafür ist aber in der Regel das Einverständnis des Immobilienbesitzers erforderlich. Wer sich für eine Förderung interessiert, sollte zunächst bei seiner Gemeinde anfragen, ob eine Fassadensanierung überhaupt unterstützt wird. Ist dies der Fall, sollte das Projekt gemeinsam mit den Stadtteilbüros besprochen werden. Anschließend kann man verschiedene Kostenvoranschläge einholen und die Förderung endgültig beantragen. Nach der Bewilligung kann die Sanierungsarbeit beginnen. Den Zuschuss gibt es dann nach Beendigung des Projektes und der Abrechnung aller entstandenen Kosten.
Grundsätzlich ist eine Fassadensanierung positiv zu bewerten. Denn neben den ästhetischen Gesichtspunkten gibt es auch ökologische Gründe, sich für eine Renovierung der Fassade zu entscheiden. Mit einer vernünftigen Wärmedämmung, auch wenn diese (noch) nicht überall gefördert wird, kann eine Menge Energie gespart werden. Die Mieter verbrauchen weniger Heizkosten, was sich wiederum auf die Nebenkosten auswirkt. Darüber hinaus steigert eine Wärmedämmung den Wert der gesamten Immobilie und leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zum Thema Umweltschutz.
(c) by Päffgen GmbH bzw. deren Autoren 2010, www.fassadensanierung.de
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