Putzfassade

Putz ist ein Baustoff, der sowohl an den Innen- als auch an den Außenwänden eines Hauses aufgebracht wird. In erster Linie soll er das Mauerwerk eines Gebäudes überdecken, um dadurch zum Beispiel die Wärme- oder Schalldämmung der Außenwand zu verstärken. Das Material, also der Putzmörtel selbst kann mit unterschiedlichen Bindemitteln hergestellt werden. So wird beispielsweise Kalk, Zement oder Gips für die Verputzung einer Mauer benutzt. Für eine Fassadensanierung kommt in der Regel der sogenannte Kalkzementputz zum Einsatz. Er ist gegen Feuchtigkeit resistent und hat trotz wechselnder Wetterlagen eine lange Haltbarkeit. Ist ein Mauerwerk ordentlich verputzt worden, kann es anschließend mit Farbe gestrichen werden.

Ewig hält Putz an der Außenwand eines Gebäudes leider nicht, denn Witterung, Schadstoffe und Staubelastung machen den Putz brüchig und porös. Jahr für Jahr steigt die Gefahr, dass auch das dahinterliegende Mauerwerk angegriffen wird. Somit wird die Sanierung der verputzten Außenwand irgendwann notwendig. Im ersten Schritt wird der alte und brüchige Putz entfernt. Das kann durch Abklopfen passieren. Sollten auch Schäden im Mauerwerk festgestellt werden, müssen zuerst die fehlenden oder kaputten Mauersteine ersetzt werden. Anschließend gilt es, den noch vorhandenen Putz gründlich zu reinigen. Die Säuberung kann mit Hilfe eines Hochdruckreinigers oder Stahlbesens geschehen. Ist die Außenfläche ausreichend gereinigt worden, kann der neue Putz behutsam aufgetragen werden. Dabei unterscheidet man zwischen Unterputz und Überputz. Beginnend mit dem Unterputz wird die gesamte Außenfläche bearbeitet. Auch auf die Altputzflächen wird der neue Putz aufgetragen. Der Überputz besteht aus mineralischen Rohstoffen wie zum Beispiel Quarz oder Marmor. Er bildet die endgültige Oberflächenstruktur der Fassadenwand und kann zumeist auch in einer bestimmten Farbe aufgetragen werden.

Verschiedene Baustoffe werden übrigens in Herstellung und Verarbeitung durch das Deutsche Institut für Normung (DIN) geregelt. Putzmörtel hat die DIN 18 550, welche den Werkstoff in fünf Gruppen unterteilt und gemäß ihrer Anwendungsgebiete als Innen- und Außenputze zuordnet:

P I: Kalkmörtelgruppe (Gemisch aus Sand und gebranntem Kalk)

P I a: Luftkalkmörtel (1 Teil Kalk, 3-4 Teile Sand)

P I b: Wasserkalkmörtel (1 Teil Kalk, 3-4 Teile Sand)

P I c: Mörtel mit hydraulischem Kalk (1 Teil Kalk, 3-4 Teile Sand)

P II: Kalk-Zement-Mörtelgruppe (Gemisch aus Sand, gebranntem Kalk und Zement)

P II a: Mörtel mit Putzbinder, Hochhydraulischer Kalkmörtel (1 Teil Kalk, 3-4 Teile Sand)

P II b: Kalk-Zement-Mörtel (2 Teile Kalk, 1 Teil Zement, 9-11 Teile Sand)

P III: Zementmörtelgruppe (Gemisch aus Sand und Zement)

P III a: Zement-Kalkhydrat-Mörtel (1 Teil Zement, 0,5 Teile Kalk, 9-11 Teile Sand)

P III b: Zementmörtel(1 Teil Zement, 3 Teile Sand)

P IV: Gipsmörtelgruppe (Gemisch aus Gips und Sand)

P IV a: Gipsmörtel (Baugips) (1 Teil Gips)

P IV b: Gips-Sand-Mörtel (Baugips) (1 Teil Gips, 1-3 Teile Sand)

P IV c: Gips-Kalk-Mörtel (1 Teil Gips, 1-2 Teile Kalk, 3-4 Teile Sand)

P IV d: Kalk-Gips-Mörtel (0,2-0,5 Teil Gips, 1-2 Teile Kalk, 3-4 Teile Sand)

P V: Anhydritmörtelgruppe (Gemisch aus Sand und Anhydrit)

P V a: Anhydritmörtel (1 Teil Anhydrit, 0 Teile Kalk, 0-2,5 Teile Sand)

P V b: Anhydrit-Kalk-Mörtel (1 Teil Gips, 1-1,5 Teile Kalk, 12 Teile Sand)

Quelle: Wikipedia


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